Am 10. September 2018 richtet die WHO zum 15. Mal den Welttag der Suizidprävention aus. Natürlich leistet auch Suizidalmusik anlässlich dieses Datums einen wichtigen, wenn auch in mancher Augen vielleicht kontraproduktiven Beitrag (das liegt ganz im Blickwinkel des Betrachters), und so erscheint am 01.09.2018 das vierte Soloalbum des Künstlers ProRipper: „Nekrolog„. Seit seinem letzten Longplayer „Ritus“, der im Frühjahr 2017 erschien, hat sich allerdings einiges verändert. Zwar vermeldet jeder Musiker, dass er auf dem Weg zu seinem neuen Album ein paar Quantensprünge aus dem Stegreif absolviert habe, in diesem Fall darf das jedoch für bare Silbermünze genommen werden. Zum ersten Mal in seiner mittlerweile rund zehnjährigen Karriere hat ProRipper seine komplette Platte auch selbst produziert – alle 10 Songs wurden von dem Rapper in Eigenregie mit den jeweiligen Beats ausgestattet. Wer sich bei der Zahl „10“ indes denkt, dass da ja „wohl noch mehr“ möglich gewesen wäre, lässt sich an dieser Stelle gleich eines Besseren belehren – denn alle Tracks sind eng miteinander verwoben und bilden einen roten Faden, der durch eine Geschichte aus Psychopathie, Okkultismus, manisch-depressiver Phasen und seelische (sowie körperliche) Grausamkeiten führt. Auf knappen 46 Minuten kommen Fans des Horror-Genres und klassischen Storytellings voll auf ihre Kosten. Zeitgleich ein Fan von deutschem Sprechgesang zu sein, ist zwar von Vorteil, nicht aber unbedingt von Nöten, denn ProRippers Suizidalmusik findet wie eh und je abseits aller Schubladen und Konformität statt. Von einer 180-Grat-Wende kann natürlich – und das ist wohl auch gut so – keine Rede sein: Wer „Kataklysmus“, „Vernissage“ und die „Rezidivierende Psychosen“-Reihe bereits mochte, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch „Nekrolog“ gutheißen. Insbesondere deshalb, weil ProRipper dieses Mal zwar selbst instrumentiert, dafür aber CrAzy wieder die Mixing-Regler bedient – ganz wie in den bösen, alten Zeiten.

Monumental-Edition:

Die Monumental-Edition von „Nekrolog“ beinhaltet neben dem 10 Tracks starken, komplett von ProRipper selbst instrumentierten Album außerdem:
• das „Nekrolog“-Album in einer Remix-Version mit Instrumentals von ProRippers langjährigen Wegbegleitern
• ein exklusives T-Shirt mit dem „Nekrolog“-Logo, designt von Clown Cat Comics, der bereits das „Apéritif“- und „Leviathan“-Cover schuf
• zwei elegante Suizidalmusik-Kugelschreiber – eine für die Sacco-, eine für die Hemdbrusttasche
• eine handsignierte Autogrammkarte mit einer Fotografie des Künstlers
• die übliche Portion klassischer Suizidalmusik-Sticker, von denen man erfahrungsgemäß nie genug haben kann
• statt einer Aufbewahrungsbox eine praktische Stofftasche mit „Suizidalmusik“-Aufdruck, die man sich zwar nicht zum Verstaubenlassen ins Regal stellen, dafür aber zu praktischen Zwecken verwenden kann